
Turnfest Saison 2026. Bericht von Nils Weinand
Turnfest Kerzers 2026 Nach langer Vorbereitung stand endlich das langersehnte Turnfest vor der Tür. Die meisten machten sich bereits am Freitagnachmittag voller Vorfreude und Motivation auf den Weg. Mit dem Zug ging es zuerst nach Bern und von dort weiter Richtung Kerzers. Doch schon bald merkten wir: Die SBB hatte offensichtlich andere Pläne für uns. Mit rund 20 Minuten Verspätung setzte sich der Zug in Bern schliesslich gemütlich in Bewegung – allerdings nur bis zum Westside. Dort hiess es Endstation. Wegen einer Störung an der Oberleitung ging nichts mehr weiter. „Ouu neii…“ Jetzt standen wir da wie bestellt und nicht abgeholt. Nach einer kurzen Krisensitzung kam die glorreiche Idee: Solange die Züge nicht fahren, gehen wir halt ins Westside baden! Gesagt, getan. Schnell wurde noch ein Bikini organisiert, und schon konnte der Spass beginnen. Nach zwei Stunden Wettrutschen, Blödere, Planschen und jeder Menge dummem Gschnurr machten wir uns wieder auf den Weg zum Bahnhof. Perfektes Timing: Wir erwischten den Bus nach Kerzers. Nach einer angenehmen 20-minütigen Fahrt mussten wir nur noch den Hügel zum Festgelände hochlaufen. Dort angekommen, suchten wir als Erstes unser TV-Zelt auf. An dieser Stelle nochmals ein riesiges Merci an Lohner, Blätz, Biisi und Chung fürs Aufstellen bei dieser Hitze – ihr seid Legenden! Nachdem wir uns für den Abend geschniegelt und geschniegelt hatten (zumindest so gut es auf einem Turnfest halt geht), entdeckten wir wie für uns gemacht das Bier-Chalet. Dort wurde das eine oder andere Bier genossen. Von da an gingen die Wege zeitweise auseinander, doch irgendwie fanden am Ende alle – mehr oder weniger gerade – den Weg zurück ins Bett. Samstag + wettkampftag = Schwitztag Am Samstagvormittag, nach einem gemütlichen Zmorge, trudelten auch die letzten Turnerinnen und Turner auf dem Festgelände ein. Kurz vor 12 Uhr hiess es dann: Alle zusammen einwärmen! Das Festzelt vom Vorabend diente heute nicht mehr zum Feiern, sondern als willkommener Schattenspender – und das war bei diesen Temperaturen Gold wert. Nach dem Einwärmen waren zuerst die Männer am Barren an der Reihe. Der Durchgang lief richtig gut, auch wenn noch Luft nach oben bleibt. Oder wie man so schön sagt: „Nächsts Jahr starte mir eifach chli früecher mitem Programm. 😉“ Direkt danach zeigten die Frauen ihr Können – ebenfalls mit einer starken Vorführung. Bravo! Anschliessend wurde die Gruppe aufgeteilt: Ein Teil ging zum Fachtest, der andere zum Weitsprung. Das viele Training der letzten Monate machte sich definitiv bezahlt. Sprung für Sprung landeten wir im Sand und konnten viele gute Weiten erzielen. Die spontane Wasserdusche vom lieben Richter kam danach mehr als gelegen – bei dieser Hitze war sie fast schon eine offizielle Disziplin. Nach dem Weitsprung ging es weiter zum Fachtest, wo wir unsere Kameradinnen und Kameraden lautstark anfeuerten. Denn eines ist am Turnfest klar: Nicht nur auf dem Wettkampfplatz gibt man Vollgas, sondern auch neben dem Feld! Genau dieser Teamgeist zeigte sich auch bei der anschliessenden Pendelstafette. Alle gaben noch einmal Vollgas – und das mit Erfolg. Stark gemacht! Und dann kam sie… die wohl wichtigste, schönste und zugleich aufregendste Disziplin des ganzen Turnfests. Viele unterschätzen sie, viele unterstützen sie, viele schauen nur zu, viele verbinden das Turnfest genau mit ihr, manche beherrschen sie besser, andere… üben noch daran. Bier. Nach der letzten Disziplin war das erste Bier mehr als verdient. Gemeinsam wurde angestossen, gelacht und eine Runde gschnurret, bevor sich nach und nach alle zurück ins Zelt machten. Nach einer wohlverdienten Dusche – der Schweiss durfte endlich dort bleiben, wo er hingehört – wurde noch ein Vereinsfoto geschossen, bevor es ans Znacht ging. Nach dem Essen gingen die Wege wieder in alle Richtungen. Doch wie man so schön sagt: „Alle Wege führen is Fäschtzält.“ Was dort alles passiert ist, bleibt den Beteiligten überlassen, Viel Gesang und viel Tanz. Am Sonntagmorgen hiess es dann langsam erwachen und gemütlich zmörgele. Anschliessend wurde gemeinsam das Zelt abgebaut – und dafür gibt es ganz klar die Note 10.0! Danach ging es auf den Heimweg. Viele zog es zum Abschluss noch ins Wolter. Mich allerdings nicht. Falls ihr trotzdem wissen möchtet, was dort noch alles passiert ist, fragt einfach Lämpi – der war ziemlich sicher dort. Mic Drop.